AGB Reiseveranstalter BigXtra

Reisebedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen BigXtra Touristik GmbH

1. Abschluss des Reisevertrages

1.1. Mit schriftlicher, elektronischer, mündlicher oder fernmündlicher Anmeldung bietet der Anmelder

dem Reiseveranstalter nach Maßgabe der die Reiseleistung bestimmenden Reiseausschreibung

den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich für 1 Woche an. Der Reisevertrag

kommt mit Zugang der schriftlichen Reisebestätigung/Rechnung (in Form eines Prints oder einer

pdf-Datei) des Reiseveranstalters beim Anmelder (an der vom Anmelder angegebenen

Postanschrift oder E-Mail-Adresse) zustande. Reisemittler und Dritte sind nicht berechtigt, Reisebestätigungen

im Namen des Reiseveranstalters zu erklären.

1.2. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot

des Reiseveranstalters vor. Der Reisevertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots

zustande, wenn der Reisende die Annahme ausdrücklich oder schlüssig – etwa durch

Leistung einer Zahlung auf den Reisepreis oder durch Reiseantritt - erklärt.

2. Bezahlung

2.1. Nach Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung des Reiseveranstalters sowie Zugang eines Sicherungsscheines

(vgl. Ziffer 2.4.) wird – soweit sich aus der Leistungsbeschreibung der konkret

gebuchten Reise keine abweichenden Konditionen ergeben – eine Anzahlung in Höhe von

20% des Reisepreises zzgl. evtl. Versicherungsprämien (vgl. Ziffer 8.) sofort fällig. Der Restbetrag

ist 30 Tage vor Reiseantritt ohne nochmalige Aufforderung fällig. Der Reiseveranstalter

behält sich vor, abhängig von Buchungsdatum oder Reiseart die Reisebuchung in der Ausschreibung

von der Bezahlung per Kreditkarte abhängig zu machen.

2.2. Befindet sich der Reisende mit der An- und/oder Restzahlung in Verzug und leistet trotz nochmaliger

Aufforderung und Nachfrist keine Zahlung, ist der Reiseveranstalter berechtigt, vom

Reisevertrag zurückzutreten und Schadensersatz gemäß Ziffer 4.2. zu verlangen.

2.3. Soweit im Rahmen der Reisebestätigung nicht abweichend festgelegt, können sämtliche Zahlungen

mit schuldbefreiender Wirkung nur an den in der Reisebestätigung angegebenen Reiseveranstalter

geleistet werden.

2.4. Die an den Reiseveranstalter geleisteten Zahlungen sind gem. § 651 k BGB insolvenzgesichert.

Der Sicherungsschein wird mit der Reisebestätigung/Rechnung übersandt.

3. Leistungen und Nebenabreden

3.1. Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der zum Zeitpunkt der Reiseanmeldung

gültigen Leistungsbeschreibung (z.B. Katalog, Anzeige, veranstaltereigene Website im

Internet) sowie aus den hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung des Reiseveranstalters.

Leistungsbeschreibungen in Katalogen, Anzeigen oder auch Websites von

Leistungsträgern wie Hotels sind für den Reiseveranstalter nicht verbindlich.

3.2. Im Falle altersabhängiger Reisepreisermäßigungen ist für die Einhaltung der Altersgrenze der

Tag des Reisebeginns maßgeblich. Kosten, welche auf eine Falschauskunft des Reisenden

zurückzuführen sind, fallen diesem zur Last.

3.3. Reisemittler oder Dritte sind nicht berechtigt, Nebenabreden selbst zu bestätigen bzw. von der

Reiseausschreibung und – bestätigung abweichende Zusicherungen im Namen des Reiseveranstalters

zu geben. Soweit eine ausdrückliche Bestätigung auf der Reisebestätigung des Reiseveranstalters

nicht erfolgt, sind Wünsche auf der Buchungsanmeldung nur als unverbindlicher

Wunsch anzusehen, für dessen Erbringung eine Gewährleistung nicht übernommen werden

kann.

4. Rücktritt durch den Reisenden, Umbuchung, Ersatzperson, Hinterlegung von Reiseunterlagen

4.1. Der Reisende ist berechtigt, jederzeit vor Reisebeginn vom Vertrag zurückzutreten. Schriftform

unter Angabe der Buchungsnummer wird empfohlen. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung

beim Reiseveranstalter.

4.2. Im Falle des Rücktritts vor Reisebeginn durch den Reisenden ist der Reiseveranstalter berechtigt,

unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und des durch anderweitige

Verwendung der Reiseleistungen gewöhnlich möglichen Erwerbs eine angemessene Entschädigung

(Stornogebühr) zu verlangen. Der Reiseveranstalter bedient sich hierzu – soweit

nicht abweichend vereinbart - der pauschalen Berechnung der Entschädigung wie folgt:

Nur-Flugtickets, Flugreisen mit Linienbeförderung, Schiffsreisen (ohne Nilkreuzfahrt):

bis 120 Tage vor Reiseantritt 20%,

bis zum 60. Tag vor Reiseantritt 30%,

bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 40%,

bis zum 15. Tag vor Reiseantritt 65%,

bis zum 7. Tag vor Reiseantritt 85%,

bis zum 1. Tag vor Reiseantritt 90%,

am Tag des Reiseantritts oder bei Nichterscheinen 95%

des Gesamtreisepreises.

Für alle nicht von obiger Staffel umfassten Reisen gilt:

bis 30 Tage vor Reiseantritt 20%,

bis zum 22. Tag vor Reiseantritt 25%,

bis zum 15. Tag vor Reiseantritt 30%,

bis zum 8. Tag vor Reiseantritt 50%,

bis zum 1. Tag vor Reiseantritt 75%,

am Tag des Reiseantritts oder bei Nichterscheinen 95%

des Gesamtreisepreises.

4.3. Dem Reisenden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Reiseveranstalter kein oder nur

ein wesentlich geringerer Schaden als die geforderte pauschale Entschädigung entstanden ist.

4.4. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise-Rücktrittskosten-Versicherung, welche die Stornogebühren

im Rahmen der Versicherungsbedingungen übernehmen kann.

4.5. Bei Stornierung bereits ausgehändigte Linienbeförderungsscheine, Hotelvoucher, Bahntickets

oder ähnliches sind an den Reiseveranstalter unverzüglich zurückzugeben. Für den Fall der

nicht unverzüglichen Rückgabe behält sich der Reiseveranstalter vor, die hieraus bedingten

Mehrkosten an den Reisenden weiterzubelasten.

4.6. Umbuchungen im Sinne nachträglicher Änderungen gebuchter Reiseleistungen sind in der Regel

nicht möglich. Die Möglichkeit des Rücktritts vor Reisebeginn bleibt dem Reisenden unbenommen.

4.7. Tritt eine Ersatzperson an die Stelle eines gemeldeten Reisenden, wird eine Gebühr von

€ 30,– pro Person berechnet. Der Nachweis, dass dem Reiseveranstalter keine oder wesentlich

niedrigere Kosten entstanden sind, bleibt dem Reisenden vorbehalten. Durch den Personenwechsel

entstehende Mehrkosten (z.B. Neuausstellung von Linienflugtickets) werden an

den Reisenden bzw. die Ersatzperson weiterbelastet.

4.8. Sollte der Zeitraum zwischen Buchung bzw. Zahlungseingang und Abreise nicht ausreichen,

um einen rechtzeitigen Zugang der Reiseunterlagen beim Reisenden durch postalischen Versand

zu gewährleisten und ist dies für die Durchführung der Reise erforderlich, ist der Reiseveranstalter

berechtigt, an ausgewählten Flughäfen eine Hinterlegung von Tickets oder sonstigen

Reiseunterlagen zu veranlassen. Die hierfür durch den Reiseveranstalter berechnete Gebühr

in Höhe von € 15,– pro Ticket bzw. Reiseunterlage hat der Reisende zu tragen. Der

Nachweis, dass dem Reiseveranstalter keine oder wesentlich niedrigere Kosten entstanden

sind, bleibt dem Reisenden vorbehalten.

5. Rücktritt durch den Reiseveranstalter

5.1. Der Reiseveranstalter ist berechtigt, vom Reisevertrag bis 30 Tage vor Reiseantritt zurückzutreten,

wenn eine ausdrücklich ausgeschriebene Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird und

in der Leistungsbeschreibung und der Reisebestätigung auf die Anzahl der Mindestteilnehmer

und die Frist ausdrücklich hingewiesen wurde.

5.2. Der Reisepreis wird nach Rücktritt unverzüglich rückerstattet, sofern der Reisende nicht von einem

Ersatzangebot Gebrauch macht.

6. Preis- und Leistungsänderungen, eingeschränkte Leistungen sowie nicht in Anspruch genommene

Leistungen

6.1. Der Reiseveranstalter behält sich vor, vor Vertragsschluss eine Änderung der ausgeschriebenen

Leistungen und Preise zu erklären. Eine Preisanpassung vor Vertragsschluss kann insbesondere

aus Gründen der Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen

wie Hafen- und Flughafengebühren erfolgen oder wenn die gewünschte Reise nur

durch den Einkauf zusätzlicher Kontingente nach Veröffentlichung der Ausschreibung verfügbar

ist.

6.2. Der Reiseveranstalter behält sich vor, dem vereinbarten Reisepreis nachträglich zu erhöhen,

um damit einer personenbezogenen Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für

bestimmte Leistungen (wie Hafen- und Flughafengebühren) Rechnung zu tragen. Dies gilt nur,

soweit der Abreistermin mehr als 4 Monate nach Vertragsschluss liegt. Die Preiserhöhung bemisst

sich im Falle einer personenbezogenen Erhöhung nach der Differenz des zum Zeitpunkt

der Änderungsmitteilung und des bei Vertragsschluss gültigen Betrages. Sollte eine Preisänderung

erfolgen, wird der Reiseveranstalter den Reisenden unverzüglich davon in Kenntnis

setzen. Eine Preisänderung ist nur bis zum 21. Tag vor Reiseantritt zulässig. Bei einer Preisänderung

um mehr als 5% des Reisepreises ist der Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom

Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen

Reise zu verlangen, soweit der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine entsprechende Reise

aus seinem Angebot ohne Mehrkosten für den Reisenden anzubieten. Der Reisende hat diese

Rechte unverzüglich nach Erklärung durch den Reiseveranstalter diesem gegenüber geltend

zu machen. Schriftform wird empfohlen.

6.3. Der Reiseveranstalter ist berechtigt, einzelne Reiseleistungen zu ändern, soweit dies nach

Vertragsschluss notwendig werden sollte, durch den Reiseveranstalter nicht wider Treu und

Glauben herbeigeführt wurde und die Änderungen und Abweichungen nicht erheblich sind

bzw. den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Hiervon umfasst sind

insbesondere zumutbare Änderungen von Flugleistungen.

6.4. In der Vor- und Nachsaison können einige Hoteleinrichtungen und Außenpools noch nicht oder

nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

6.5. Die Nichtinanspruchnahme einzelner Leistungen durch den Reisenden lässt den Anspruch des

Reiseveranstalters auf den Reisepreis grundsätzlich unberührt. Der Reiseveranstalter wird sich

jedoch bemühen, ersparte Aufwendungen für aufgrund zwingender Gründe nicht in Anspruch

genommener Leistungen vom Leistungsträger erstattet zu bekommen und diese an den Reisenden

weiterzuleiten.

7. Mitwirkungspflichten des Reisenden

7..1 Der Reisende ist verpflichtet, die Angaben und Daten in der Reisebestätigung – insbesondere

die Richtigkeit der persönlichen Daten - unverzüglich nach Zugang zu prüfen und eventuelle

Abweichungen zur Reisebuchung oder Unrichtigkeiten umgehend dem Reiseveranstalter zu

melden.

7..2 Der Reisende hat die nach vollständiger Bezahlung ca. 2 Wochen vor Reiseantritt zugehenden

Reisedokumente auf deren Vollständigkeit und Übereinstimmung mit der Reisebestätigung zu

prüfen. Sollten dem Reisenden bis spätestens 1 Woche vor Abreise die Reiseunterlagen wie

etwa Flugtickets oder Hotelvoucher wider Erwarten nicht oder nur unvollständig vorliegen oder

sollten die Reiseunterlagen von der Reisebestätigung abweichen, so hat er sich unverzüglich

mit dem Reiseveranstalter in Verbindung zu setzen.

7..3 Bei den mit der Reisebestätigung bekannt gegebenen Reisezeiten für die gebuchten Reisetage

handelt es sich zunächst nur um voraussichtliche Reisezeiten. Die genauen Reisezeiten

werden mit Übersendung der Reiseunterlagen bekannt gegeben. Sollte der Reisende selbst

oder über einen Reisemittler noch weitere Anschlussbeförderungen buchen, so hat der Reisende

diesen Umstand ebenso zu berücksichtigen wie jenen, dass es bei der Beförderung

selbst immer zu Verzögerungen aus vielfachen Gründen kommen kann. Gegebenenfalls hat

der Reisende bei Buchung von Anschlussbeförderungen erst nachzufragen, ob die genauen

Zeiten bereits bekannt sind. Der Reisende hat bei der Buchung von Anschlussbeförderungen

weiter auch ausreichende Zeitabstände für etwaige Verzögerungen bei der Beförderung zu berücksichtigen.

Bei Buchung von Anschlussbeförderungen wird grundsätzlich eine Tarifwahl, die

kostengünstige Umbuchungen zulässt, empfohlen.

7..4 Soweit auf dem Flugticket abweichende Flugzeiten genannt sind, gehen diese etwaigen Flugzeiten

aus der Reisebestätigung, die nur vorläufig sind, vor.

7..5 Im Rahmen von Flugreisen haben sich Reisende mind. 2 Stunden vor dem planmäßigen Abflug

am Flughafen einzufinden.

7..6 Der Reisende hat sich über die konkreten Rückflugzeiten bis spätestens 24 Stunden, jedoch

frühestens 48 Stunden vor planmäßiger Rückreise bei der sich aus den Reiseunterlagen ergebenden

Agentur vor Ort zu informieren.

7..7 Der Reisende stellt sicher, dass er unter den durch ihn bei Buchung angegebenen Kontaktdaten

– insbesondere unter der angegebenen Telefonnummer und E-Mail-Adresse in den letzten

3 Tagen vor Reisebeginn – regelmäßig erreichbar ist.

7..8 Es wird dringend empfohlen, Geld, Schmuck und sonstige Wertgegenstände auf das Notwendige

zu beschränken und jedenfalls nicht mit dem Reisegepäck aufzugeben, sondern im Handgepäck

mit sich zu führen.

8. Reiseversicherungen

Bei Abschluss einer Reiseversicherung durch Vermittlung des Reiseveranstalters kommt das

Versicherungsvertragsverhältnis ausschließlich zwischen dem Reisenden und der Versicherungsgesellschaft

nach Maßgabe der einschlägigen Versicherungsbedingungen zustande.

Versicherungsschutz besteht dabei frühestens mit vollständiger Zahlung der Versicherungsprämie,

die mit der Anzahlung auf den Reisepreis fällig ist. Es ist alleinige Obliegenheit des

Reisenden, die sich aus dem Versicherungsvertrag ergebenden Pflichten einzuhalten und die

Rechte hieraus gegenüber der Versicherung geltend zu machen.

9. Gewährleistung, Mängelanzeige und Kündigung, Schadenminderung, Abtretung

9..1 Sollte eine Reiseleistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht werden, so ist der Reisende

verpflichtet, den Mangel anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen. Wurde eine Mängelanzeige

schuldhaft unterlassen oder erfolgte sie nicht gegenüber dem richtigen Anzeigeadressaten

(vgl. Ziffer 9.2.), so kann dies zur Folge haben, dass für diese Mängel keine Ansprüche (Minderung,

Schadenersatz) gegen den Reiseveranstalter geltend gemacht werden können.

Eine Kündigung des Reisevertrages nach § 651 e BGB durch den Reisenden ist erst zulässig,

wenn der Reiseveranstalter eine ihm vom Reisenden bestimmte Frist hat verstreichen lassen,

ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich

ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des

Vertrages durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird.

9..2 Mängel sind bei Pauschalreisen grundsätzlich der örtlichen Reiseleitung anzuzeigen. Eine Anzeige

gegenüber dem Leistungsträger genügt hier in der Regel nicht. Bei Reisen mit individuellem

Reiseverlauf (z.B. Flug & Mietwagen) sowie bei Reisen ohne örtliche Reiseleitung (z.B.

Städtereisen) ist die Mängelanzeige hingegen gegenüber dem jeweiligen Leistungsträger, dessen

Leistung durch einen Mangel betroffen ist, vorzunehmen. Die konkreten Kontaktinformationen

sind den Reiseunterlagen zu entnehmen.

9..3 Bei eventuell auftretenden Leistungsstörungen ist der Reisende verpflichtet, im Rahmen der

gesetzlichen Bestimmungen alles zu tun, um zu einer Behebung der Störung beizutragen und

eventuell entstehenden Schaden gering zu halten. Sofern Gepäck bei Flugreisen verloren geht

oder beschädigt wird, ist daher zwingend eine Schadensanzeige (P.I.R.) an Ort und Stelle bei

der durchführenden Fluggesellschaft zu erstatten. In sonstigen Fällen ist die Reiseleitung zu

verständigen.

9..4 Die Reiseleitung ist nicht befugt, Ansprüche gleich welcher Art anzuerkennen.

9..5 Die Abtretung von Gewährleistungs- oder Schadenersatzansprüchen sowie die gerichtliche

Geltendmachung von Ansprüchen anderer Reisenden oder Reiseteilnehmer ist ausgeschlossen,

es sei denn, der Abtretungsempfänger hat durch gesonderte Unterschrift bei der Buchung

erklärt, auch für die vertraglichen Verpflichtungen derjenigen Personen selbst einzustehen, die

die Rechte an ihn abgetreten haben.

10. Haftungsbeschränkung, Anspruchsanmeldung, Verjährung

10..1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters aus dem Reisevertrag für Schäden, die nicht

Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des

Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Reiseveranstalter

für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens

eines Leistungsträger verantwortlich ist.

10..2 Für alle Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober

Fahrlässigkeit beruhen, haftet der Reiseveranstalter je Reisendem und Reise bei Sachschäden

beschränkt bis zur Höhe des dreifachen Reisepreises.

10..3 Wir empfehlen, derartige Risiken durch eine Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung abzudecken.

10..4 Die Geltendmachung von vertraglichen Minderungs- und Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang

mit den vom Reiseveranstalter erbrachten Reiseleistungen muss innerhalb eines

Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Reiseveranstalter

erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende diese Ansprüche nur geltend machen,

wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist. Eine fristgerechte

Geltendmachung gegenüber dem Reisemittler oder einem sonstigen Dritten ist nicht

ausreichend. Schriftform wird empfohlen.

10..5 Die gesetzliche Verjährungsfrist für Ansprüche des Reisenden aus dem Reisevertrag nach den

§§ 651c bis 651f BGB wird auf 1 Jahr verkürzt. Dies gilt nicht für Ansprüche des Reisenden

aus dem Reisevertrag nach den §§ 651c bis 651f BGB (a) aus der Verletzung des Lebens, des

Körpers oder der Gesundheit, soweit die Ansprüche auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen

Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen

des Reiseveranstalters beruhen bzw. (b) auf Ersatz sonstiger Schäden, die auf eine grob

fahrlässige Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen

Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsvertreters des Reiseveranstalters

beruhen. In diesen Fällen beträgt die Verjährungsfrist 2 Jahre.

Ansprüche aus deliktischer Haftung verjähren nach den gesetzlichen Regelungen.

Die Verjährungsfrist beginnt an dem Tag, an dem die Reise nach dem Vertrag enden sollte.

11. Pass-, Visa-, Gesundheitsbestimmungen, Informationen zum Luftfahrtunternehmen

11..1 Für die Einhaltung von Pass-, Visa-, und Gesundheitsvorschriften zeichnet der Reisende verantwortlich.

Alle Nachteile, die aus deren Nichtbefolgung erwachsen, gehen zu dessen Lasten,

es sei denn, der Reiseveranstalter hat den Reisenden nicht ausreichend oder falsch informiert.

Die Informationen gelten für deutsche Staatsangehörige. Reisende ohne deutsche Staatsangehörigkeit

können die entsprechenden Informationen beim zuständigen Konsulat erfragen.

Der Reiseveranstalter empfiehlt, dass sich Reisende rechtzeitig z.B. bei den Gesundheitsämtern

über Infektions- und Impfschutz sowie Prophylaxemaßnahmen informieren.

11..2 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Reisenden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft

für alle Beförderungsleistungen auf dem Hin- und Rückflug vor Vertragsschluss

zu informieren, sofern die Fluggesellschaft bereits vor Vertragsschluss feststeht. Auf die Angaben

der jeweiligen Leistungsbeschreibung über die eingesetzten Fluggesellschaften wird hiermit

hingewiesen. Soweit die Fluggesellschaft noch nicht feststeht, informiert der Reiseveranstalter

den Reisenden vor Vertragsschluss über die Fluggesellschaft, die voraussichtlich den

Flug durchführen wird. Sobald die Fluggesellschaft feststeht, stellt der Reiseveranstalter sicher,

dass dem Reisenden die Informationen hierüber so rasch wie möglich zugehen. Dies gilt

auch für jede etwaige Änderung bei den die Flugleistung ausführenden Fluggesellschaften.

12. Allgemeine Bestimmungen

12..1 Die Vorschriften für Fernabsatzverträge finden im Rahmen des Abschlusses von Reiseverträgen

gemäß § 312 b Abs. 3 Nr. 6 BGB keine Anwendung.

12..2 Die dem Reiseveranstalter zur Vertragsdurchführung zur Verfügung gestellten personenbezogenen

Daten werden nach den in Deutschland geltenden Datenschutzbestimmungen elektronisch

verarbeitet und genutzt. Der Betroffene kann der Nutzung oder Übermittlung seiner Daten

für Zwecke der Werbung, Markt- oder Meinungsforschung jederzeit durch Mitteilung an den

Datenschutzbeauftragten unter der am Ende angegebenen Adresse des Reiseveranstalters

widersprechen.

Reiseveranstalter: Stand: September 2010

BigXtra Touristik GmbH

Landsberger Straße 88, 80339 München, Deutschland

Handelsregister München HRB 139717